Aktuelles

05.07.2009: Ausstellungseröffnung










Wir danken unseren Sponsoren:

Mit mehr als 160.000 beschriebenen Arten in 130 Familien bilden die Schmetterlinge oder Falter nach den Käfern die artenreichste Insekten-Ordnung. Während seines Lebens macht der Schmetterling eine vollständige Verwandlung, die Metamorphose, durch; dabei dient das Raupenstadium der Nahrungsaufnahme und die Phase als Falter hauptsächlich der Paarung.

Der Lebensraum dieser Tiere ist überall dort zu finden, wo es Pflanzen gibt. Das bedeutet, dass sie – als Raupe wie als Falter – auf diejenige Vegetation angewiesen sind, die ihnen als Nahrungsgrundlage dient. Es ist zu beobachten, dass Schmetterlinge sich an ihre Umwelt angepasst haben. So gibt es verschiedene Strategien, um nicht von Fressfeinden gesehen zu werden, warnende Farben, um potentielle Räuber vom Verzehr abzuhalten, und Tarntrachten, um für ein giftiges Tier gehalten zu werden.

Innerhalb weniger Jahrzehnte ist der Bestand der Schmetterlinge in Mitteleuropa erschreckend zurückgegangen. Von den 1033 bodenständigen Arten in Niedersachsen gelten nur 30% als nicht gefährdet. 77 Arten sind in Nordwestdeutschland bereits ausgestorben oder verschollen. Weit verbreitete Arten wie Kleiner Fuchs oder Kohlweißling sind immer noch häufig zu sehen, doch stehen dagegen auch Landstriche, die sich grundlegend gegen den Schmetterling entwickelt haben – aus Blumenwiesen wurden Straßen, Äcker, Forste oder Golfplätze. Keine Lebensräume für Falter.

Da Vielfalt die Grundlage des Ökosystems ist, spielen auch die Themen des Naturschutzes in dieser Ausstellung eine wichtige Rolle.



Biologie und Naturschutz