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05.07.2009: Ausstellungseröffnung










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Profit aus den Gegebenheiten der Natur zu schlagen, reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück. Im Zusammenhang mit dem Schmetterling gilt das für die Seidenproduktion, die seit Jahrtausenden Macht, Eleganz und Reichtum bedeutet. Der Seidenkokon selbst, den die Raupe kurz vor der Verpuppung in Form eines bis zu 800 m langen Fadens spinnt, dient dem Tier als natürlicher Schutz vor Feinden und Temperaturschwankungen.

Hergestellt wird dieser hochwertige Rohstoff durch den Seidenspinner Bombyx mori – auch Maulbeerspinner nach seine Nahrungsquelle den Maulbeerblättern genannt. Ursprünglich stammt die Wildform des Spinners aus China, wird jedoch heute in vielen anderen Gebieten in verschiedenen Rassen gezüchtet, wobei bereits bei der Zucht verschiedene Farbvarianten des Fadens angestrebt werden.

Archäologische Fundstücke datieren den ältesten Nachweis von Seidentextilien in das 3. Jahrtausend v. Chr. Ausgehend von China gelangten Spinner und Handwerk bald in andere Regionen Ostasiens. Nicht zuletzt verdankt die Handelsroute zwischen Europa und Fernost, die so genannte Seidenstraße, diesen Erzeugnissen ihren Namen.

Glück und Unglück liegen oftmals gerade aufgrund der Voraussetzungen durch die Natur dicht beieinander. Beispielsweise verehren die Hopi Indianer Nordamerikas die butterfly maiden in rituellen Tänzen als Naturgeist des Frühlings; oder in Japan ist der Schmetterling noch heute ein Glückssymbol. Im europäischen Mittelalter meinte man in Schmetterlingen die Verkörperung des Bösen erkennen zu können. Hier waren es vor allem die Nachtfalter bzw. der Totenkopfschwärmer, welche ein Unglück anzeigten. Das mag aufgrund seiner Zeichnung auf dem Rücken kaum verwundern.




Zwischen Kultur und Natur